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Dr. med. Michael Franz
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Dr. med. Michael Franz

Krankheitsbilder · Fruchtzuckerunverträglichkeit

Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fructosemalabsorption)

Eine häufig in Europa anzutreffende Erkrankung ist die Fructosemalabsorption.

Dabei wird der Fruchtzucker nicht ausreichend über die Dünndarmzellen in das Blut aufgenommen.
Er verbleibt im Darm und wird dann von Darmbakterien unter anderem zu Kohlendioxid und Wasserstoff verstoffwechselt.

Symptome
Dadurch entstehen Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Übelkeit, Aufstoßen, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust, aber auch Antriebslosigkeit und Stimmungsverschlechterung.
Durch Veränderung der Darmflora kann es auch zu Symptomen wie Reizmagen oder Reizdarm kommen.

Diagnostik
Zur speziellen Diagnostik der Fructosemalabsorption verwendet man den H2-Atemtest.
Bei diesem Test wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen, der nach Verzehr von Fruchtzucker von den Darm- bakterien gebildet und dann zu ca. 15 % aufgenommen und abgeatmet wird.

Durchführung H2-Atemtest
Der Test dauert ca. 2 Stunden. Der Patient soll 12 Std. vor Testbeginn keine Nahrung mehr zu sich nehmen und nicht rauchen. Auch sollte er keine Antibiotika innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben.
Im Labor wird dann zunächst der Nüchternwert (Nullwert)des Pat. bestimmt. Danach trinkt er bis 50g gelöste Fructose.
Dann wird alle 15 min der Wasserstoff in der Atemluft gemessen.

Dabei muss der Patient über eine Gesichtsmaske in ein Gerät mit einem elektrochemischen Sensor ausatmen.
Die Messungen werden über 2 Stunden durchgeführt.
Während dieser Zeit darf der Patient keine anderen Speisen oder Getränke zu sich nehmen.

Therapie
Fructosereiche Lebensmittel wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Honig, Erdbeeren Marillen, Trauben oder Obstsäfte sollten vermieden werden.

Wird Fructose in kleinen Mengen zusammen mit Glucose (Traubenzucker) verzehrt, dann bessert sich meist die Aufnahme aus dem Darm und es treten weniger Beschwerden auf.

Sorbit (E420) hingegen, das in bestimmten Obstsorten, Diabetikerprodukten, Bier, zuckerfreien Süßigkeiten wie Kaugummi enthalten ist, verschlechtert die Aufnahme von Fructose, verschlimmert somit die Beschwerden und sollte vermieden werden.

Auch Zuckerzusatzstoffe wie Mannit (E421), Isomalt (E953), Xylit (E967) oder Maltit (E965) die in Kaugummis oder Süßigkeiten enthalten sind, wirken ähnlich ungünstig wie Sorbit. Auch präbiotische Lebensmittel wie Joghurt enthalten vermehrt Mehrfachfruchtzucker.

Zum Süßen eignet sich am besten Traubenzucker oder eine Mischung aus Traubenzucker und normalem Zucker (z.B. Dextropur). Weniger empfindliche Patienten vertragen auch normalen Haushaltszucker allein problemlos.

Für Diabetiker ist Traubenzucker nicht geeignet, sie sollten auf Süßstoffe wie Assugrin, Aspartam oder Natreen ausweichen.
 
Außer Fructose und Sorbit kann auch Stachyose, ein Ballaststoff, der in Hüslenfrüchten enthalten ist, die Beschwerden verschlimmern. Deshalb sollten
Bohnen, Linsen, Erdnüsse und Sojaprodukte gemieden werden.

Regelmäßige Bewegung regt die Darmmotorik an, so dass Gase und Darminhalt schneller weitertransportiert werden. Dadurch kommt es weniger stark zu Gasansammlungen.
Auch Müdigkeit und Antriebslosigkeit werden durch Bewegung positiv beeinflusst.

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Krankheitsbilder Internist Franz (Image)

 

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen nicht zur Selbst- diagnose oder zur eigenen Behandlung dienen sollen, und auf gar keinen Fall eine ärztliche Beratung ersetzen können.

 

Patienteninformationen Ernährungsratgeber bei Fruchtzuckerunverträglichkeit 

nach oben bitte klicken

Hier eine Liste mit dem Fructosegehalt wichtiger Lebensmittel

(g/100g)

Haushaltszucker

50

Diabetikerkonfitüren

bis zu 50

Nussnougatcremes

bis zu 50

Honig

40

Trockenobst

25 – 40

Schokolade

ca. 25

Liköre

bis zu 25

Tomatenketchup

12

Weine

bis zu 10

Ananas, Apfel, Banane, Birne, Honigmelone, Mango, Pflaume

5 - 10

Süßkirsche, Weintraube

5 – 10

Beeren, Kiwi, Orange, Pfirsich, Sauerkirsche, Stachelbeere

2 – 5

Karotte, Rote Bete, Soja, Süßkartoffel, Zwiebel

2 – 5

Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Chicoree, Grünkohl, Gurke

1 – 2

Kohlrabi, Kürbis, Paprika, Rotkohl, Schwarzwurzel, Spargel

1 – 2

Tomate, Weißkohl, Zitrone, Zucchini, Zuckermais

1 – 2

Avocado, Champignons, Endivien, Erbsen, Feldsalat, Kartoffel

unter 1

Papaya, Rhabarber, Spinat, Radieschen, Rettich

unter 1

Weizenkeime

7,5

Vollkornreis, -hafer, -roggen, -gerste, -weizen

unter 1

Fleisch, Fisch, Eier

unter 1

Bier, Rotwein

unter 1

Mineralwasser, ungesüßter Tee, Kaffee

0

Lebensmittel mit einem Gehalt unter 1g/100 g werden meist vertragen, bei den anderen je nach Ausprägung der Fructoseintoleranz oder geringe oder geringste Mengen.