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Dr. med. Michael Franz
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Dr. med. Michael Franz

Krankheitsbilder · Darmkrebs

Darmkrebs (Kolonkarzinom/ Rektumkarzinom)

Darmkrebs ist die häufigste bösartige Krebserkrankung in Deutschland. Etwa 55000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an diesen Tumoren.

Darmkrebs kann in jedem Darmabschnitt entstehen. Etwa 64% der Karzinome im Darm finden sich im Rektum (Enddarm) und etwa 30% im Kolon (Dickdarm). Zusammenfassend bezeichnet man sie als kolorektale Karzinome.

Krebs im Dünndarm ist selten, ebenso wie in der Analregion.
Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter. 90% der Karzinome im Darm finden sich nach dem 50. Lebensjahr.

Risikofaktoren, die Darmkrebs begünstigen sind:
das Vorkommen von Darmpolypen bei einem selbst oder
bei nahen Verwandten
Darmkrebs in der Familie und somit die erbliche
Veranlagung
chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa
andere Krebserkrankungen bei sich selbst oder in der
Familie wie Brustkrebs, Gebärmutterkrebs,
Eierstockkrebs u.a.
zu fettreiche, stark gesalzene, gepökelte oder geräucherte Speisen
ballaststoffarme Ernährung
Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotinsucht
am Gardner-Syndrom erkrankte Menschen
am Peutz-Jeghers-Syndrom Erkrankte
am Lynch-Syndrom (HNPCC) Erkrankte

Darmkrebs entsteht langsam im Laufe von Jahren. Meist spürt man nichts davon. Doch folgende Beschwerden können Symptome von Darmkrebs sein:
Blutauflagerungen im oder auf dem Stuhl
Änderung der Stuhlform wie bleistiftdünner Stuhl
Wechsel von Verstopfung zu Durchfall und umgekehrt
gleichzeitige Entleerung von etwas Blut, Schleim oder Stuhl beim Abgang von Blähungen
tastbare Verhärtung im Bauchraum
Bauchschmerzen, oft krampfartig, die über 1 Woche
anhalten
laute Darmgeräusche, Rumoren, starke Blähungen
häufiger Stuhldrang, Entleeren von übel riechendem Stuhl
vergrößerte Lymphknoten
Blässe, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit,
Leistungsabfall, Gewichtsabnahme

Sollte sich der Verdacht auf Darmkrebs erhärten, wird eine komplette Koloskopie durchgeführt. Denn bei dieser Untersuchung können gleichzeitig Gewebeproben aus krebsverdächtigen Arealen entnommen werden (Biopsie).
Anschließend werden diese unter dem Mikroskop vom Pathologen genauer untersucht.

Wird auf diese Weise die Diagnose Darmkrebs gesichert, werden weitere Untersuchungen notwendig um die Ausbreitung des Tumors beurteilen zu können:
Sonographie des Abdomens
Röntgen-Thorax in 2 Ebenen
Blutuntersuchungen mit Tumormarkerbestimmung
eventuell auch Computertomographie oder MRT des
Abdomens


Die Stadieneinteilung der kolorektalen Karzinome wird nach dem TNM-System vorgenommen. Dabei werden die Tumorgröße, die Gewebezerstörung und vorhandene Metastasen (Tochtergeschwülste) berücksichtigt.

Diese Ergebnisse sind dann die Basis für eine individuelle Therapie. Zentraler Bestandteil der Behandlung ist die Operation mit vollständiger Entfernung des befallenen Darmstückes zusammen mit dem regionalen Lymphabflussgebiet. Sollte der Tumor benachbarte Organe befallen haben, müssen diese häufig mit entfernt werden. Ebenso kann es erforderlich sein, Metastasen des Tumors in Lunge, Leber oder Bauchraum operativ zu entfernen.

Die Heilungschancen bei Darmkrebs hängen wie bei allen bösartigen Tumoren maßgeblich vom Tumorstadium ab. Bei Metastasen in der Leber verschlechtert sich die Prognose.

Wichtig nach einer Darmkrebsoperation sind die Rehabilitation (Anschlussheilbehandlung) und die Nachsorgeuntersuchungen.

Denn 80% der Rezidive treten in den ersten beiden Jahren nach der Operation auf.

So werden in diesem Zeitraum die Untersuchungen in kürzeren Abständen durchgeführt. Nach fünf Jahren werden praktisch keine neuen Rezidive mehr festgestellt.
 

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Bitte beachten Sie, dass diese Informationen nicht zur Selbst- diagnose oder zur eigenen Behandlung dienen sollen, und auf gar keinen Fall eine ärztliche Beratung ersetzen können.

 

 

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